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Erstmals urkundlich erwähnt wurde "Waltdorf" am 20. Oktober des Jahres 770 in einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch. Funde aus früher Zeit belegen allerdings, dass schon seit langem Menschen an dem Platz siedelten, an dem das spätere Dorf im Wald entstand.
Durch Verpfändung wechselten oftmals die Territorialherren. Walldorf war bald die südlichste Siedlung der Kurpfälzer. Erwähnt ist, dass durch den Kurfürsten Ludwig III. die Herren von Sickingen im Jahr 1420 belehnt wurden. Die wechselvolle Geschichte hinterließ in dem kleinen kurpfälzischen Dorf ihre Spuren.
In Bauernkriegen und im Dreißigjährigen Krieg wurde Walldorf Schauplatz für Kämpfe und Plünderungen. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg von 1689 wurde es sogar vollständig zerstört. Nach einer schwerfälligen Erholungsphase wurde das Land ab 1716 wieder besiedelt. Meist kamen Neusiedler aus der Schweiz. Unter ihnen auch die Familie Astor. Einer der Astors, Johann Jakob, zog wie viele andere Bürger aus Not weiter nach Amerika. Er wurde dort durch Pelz- und Immobiliengeschäfte zum damals reichsten Mann des Landes.
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Johann Jakob Astor
Ein Selfmademan aus Walldorf
* 1763 in Walldorf + 1848 in New York
1763 im damals kurpfälzischen Walldorf geboren, zog es den 16-jährigen Johann Jakob Astor, Sohn eines armen Metzgers, in die “Neue Welt” zu seinem Bruder Johann Heinrich nach New York. Unterbrochen von einem zweijährigen Aufenthalt bei Bruder Georg Peter in London erreichte er im Frühjahr 1784 die USA. Mit großem Engagement, Geschick und Wagemut widmete er sich mit unternehmerischem Talent dem Pelzhandel. Im heutigen Bundesstaat Oregon gründete Astor 1811 die Handelsniederlassung „Fort Astor“, aus der sich Astoria, die älteste Stadt im Westen der USA, entwickelt hat. Seit 1963 ist sie Walldorfs Partnerstadt.
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